Warum alle UX Designer pairen sollten

Philipp
01.02.2018 0 3:08 min

Dieser Beitrag erschien zuerst im sipgate blog.

Was ist Pairing?

Zuerst ein mal sollten wir den Begriff Pairing oder auch Pair-Programming für diejenigen erklären, die bisher noch nie etwas davon gehört haben.

Kurz gesagt ist Pairing eine von zahlreichen Techniken, die in der Agilen Softwareentwicklung zum Einsatz kommen. Bei dieser Technik setzen sich zwei DEVs (Entwickler) an einen Rechner und arbeiten gemeinsam am selben Code, der für das Projekt relevant ist.

Tjaden at Sipgate

Wann kommt Pairing zum Einsatz?

Diese Frage ist recht simpel zu beantworten. Immer.

Ja wirklich, wir pairen alles und zu jeder Zeit. Und ja, selbst dieser Artikel ist beim Pairing entstanden.

Ok, natürlich gibt es auch Situationen, in denen mal nicht gepairt wird. Diese sind aber meist gezielt gewählt, wie zum Beispiel für Recherche Arbeit, das Sammeln von Ideen oder dem UX Ping Pong. Aber die meiste Zeit sieht man bei uns Leute, die gemeinsam vor einem Rechner, Fernseher oder Beamer sitzen und an Lösungen arbeiten.

Und genau diese Technik haben wir auch für die UX-Designer übernommen. Beim UX-Pairing kollaborieren zwei Designer und arbeiten zusammen an UX-Konzepten und deren Umsetzung.

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Was das UX-Pairing so besonders macht

Verteilung von Wissen
Beim Pairen wird das Wissen der Pairs automatisch miteinander geteilt. Man profitiert quasi voneinander und verhindert somit die Bildung von sogenannten Wissens-Inseln oder auch Wissens-Silos. Fachwissen unterschiedlicher Art (Design, Informationsarchitektur, …) als auch Kompetenzen (Azubi bis Experte) werden dabei optimal verteilt.

Höhere Qualität
Vier Augen sehen mehr als zwei – den Satz sollte so ziemlich jeder schon mal gehört haben. Und es stimmt, durch das gemeinsame Arbeiten am selben Problem kommt man schneller zu guten Ergebnissen.
Durch das stetige Iterieren und Evaluieren von Ideen gewinnen die Projekte enorm an Qualität. Zudem erweitern sich die Möglichkeiten, die bestmögliche Lösung zu finden, da sich die zwei UX-Designer jederzeit gegenseitig Feedback geben und inspirieren.

Fokussiert arbeiten
Deine letzte Facebook-Nachricht? Mails mit anderen Kollegen? Für deinen Pair ziemlich langweilig. Durch das Pairing konzentriert man sich vermehrt auf die wesentlichen Dinge, nämlich auf die anstehende Arbeit. Außerdem verlängert sich die Konzentrationsphase, da man zum Beispiel auch zusammen am Board steht und damit den Ablenkungen auf dem Rechner entgeht.

Ownership
Durch das Pairing sind alle Beteiligten immer auf dem neuesten Stand. Wird jemand krank oder ist bei einem Termin, weiß der Pairing-Partner immer woran gerade gearbeitet wird, kennt alle Entscheidungen, die dazu geführt haben und kann jederzeit Informationen weitergeben. Außerdem steht man zusammen hinter der gemeinsamen Arbeit und fühlt sich mehr dafür verantwortlich.

Fazit

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Es war anfangs ein bisschen befremdlich, dem anderen beim Pixel hin- und herschieben zuzusehen – vor allem für den, der am Rechner sitzt. Hat man sich aber erstmal dran gewöhnt, ist es das natürlichste der Welt. Wir finden Pairing großartig und werden daher weiter pairen, pairen, pairen. Wir sehen ständig neue Gelegenheiten und Aufgabenstellungen, bei denen wir mit zwei UX-Designern eng zusammenarbeiten können. Insgesamt bringt es alle Beteiligten in ihrem Denken und den Arbeitsprozessen nach vorne und die Ergebnisse werden immer besser.

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