Einmal Pomodoro bitte – Fokussiertes Arbeiten leicht gemacht

Johanna
10.01.2019 5 2:45 min

Aus der Küche meiner Kindheit ist eines nicht wegzudenken: die kleine Küchenuhr in Form einer Tomate. Pizza fertig? Nudeln gar? All das verriet uns der rote Knubbel mit seinem auffordernden, aber unaufdringlichen Klingeln. Dass dieses kleine Küchenutensil eines Tages Symbolbild für eine populäre Methode des Zeitmanagements werden sollte – damit hätte ich selbst im kühnsten Pizzawahn nicht gerechnet.

Vom Küchenhelfer zum Tool für besseres Zeitmanagement

Genau genommen hat der Italiener Francesco Cirillo die Methode bereits in den 1980er Jahren entwickelt. Als Student suchte er nach einer sinnvollen Möglichkeit, sich beim Lernen besser zu konzentrieren und den Fokus zu schärfen. Zur Hilfe nahm er den erstbesten Zeitmesser, der ihm in die Finger kam: die Küchenuhr in Tomatenform. Ein Buch zur Methode, das er erst 2006 veröffentlichte, hat bis heute mehrere Millionen Leser erreicht.

Die „Pomodoro-Technique“ – So einfach geht’s

Jetzt Newsletter abonnieren

Jeden Monat die besten Tools, Tipps & Tricks zum digitalen Arbeitsalltag, New Work & Neues zu sipgate team. Details

Das Schöne an der Pomodoro-Methode: sie ist denkbar einfach und man kann direkt loslegen. Es bietet sich an, zunächst eine klassische To-Do-Liste anzufertigen oder sich aus einem bestehenden Backlog zu bedienen – je nachdem, ob man Pomodoro für private Aufgaben oder beruflich, zum Beispiel auch für die Arbeit im Team einsetzen möchte. Die einzelnen Punkte teilt man dann in 25-minütige Intervalle ein, sogenannte Pomodoros. Auf jedes Intervall folgt eine 5-minütige Pause, dann geht es mit dem nächsten Pomodoro weiter. Nach vier Pomodoros sollte eine längere Pause von 15 bis 20 Minuten eingelegt werden. Die häufigen Pausen helfen dabei, die Konzentration während der Intervalle konstant zu halten und den Fokus nicht zu verlieren. Ganz wichtig: das Pomodoro selbst sollte von nichts und niemandem unterbrochen werden.

Pomodoro im Büro

Sich 25 Minuten lang auf nur eine Sache zu konzentrieren, ist ein erreichbares Ziel. Das macht die Methode auch so attraktiv. Insbesondere im Büroumfeld sind es oft aber nicht nur die eigenen Gedanken und Handlungen, die es im Zaum zu halten gilt. Hier muss man sich zu helfen wissen. Eine Möglichkeit, die in Teams angewendet wird, die bei sipgate mit der Pomodoro-Methode arbeiten: Monitore, die den Timer für alle anderen Kollegen nach außen sichtbar machen. Hier kommt uns zugute, dass wir, um miteinander zu sprechen, meistens Slack benutzen oder direkt die entsprechende Kolleg*in ansteuern. Slack kann man ohne Probleme bis zur Pause ignorieren und Besucher können sie dank des großen Timers ganz einfach abpassen. Natürlich muss man hier seinen eigenen Weg finden, aber es gibt einige Tricks und Kniffe, um Pomodoro in so ziemlich jeden Alltag zu integrieren.

Haben Sie eigene Erfahrungen mit der Pomodoro-Methode gemacht oder schwören auf ein anderes Tool für besseres Zeitmanagement?

5 Kommentare


Janis Witting:

Hallo Johanna,

sehr schöner Artikel. Habe ich beim Stöbern auf eurer Seite gefunden.

Viele Grüße

Janis

antworten

    Johanna:

    Danke dir, Janis. Schön, dass er dir gefallen hat!

    antworten

Andreas:

Die Idee mit dem sichtbaren Timer finde ich klasse :-) (und Pomodoro ist es sowieso)

Welche Software setzt Ihr für den Pomodoro-Timer ein? Läuft er auf Eurem PC mit oder gibt’s extra-Hardware dazu?

Und wie gestaltet Ihr die Pausen? Macht Ihr dann was zusammen im Projektteam oder jeder für sich?

Viele Grüße
Andreas

antworten

    Philipp:

    Hallo Andreas,
    schön, dass dir unsere Idee gefällt. Wir haben da mal in der slack-Time etwas selbst gebaut. Das ist einfach eine Website, die wir auf einem Bildschirm anzeigen (aufgerufen mit einem Raspberry Pi). Dieser steht zum Flur hin gerichtet, so dass alle sehen, wann Pause ist. Die Pausen werden häufig zum privaten Surfen, Kaffee holen oder Snacken genutzt. So richtig lang sind die ja nicht, aber es ist ausreichend, um sich auf den nächsten Pomodoro vorzubereiten. Wir arbeiten hier in unserem Team übrigens nach dem Doppel-Pomodoro, also 50 Minuten Fokus und dann zehn Minuten Pause.
    Viele Grüße
    Philipp

    antworten

Andreas:

Danke Dir :-) Wir haben bei uns auch festgestellt, das 25 Minuten meist zu kurz sind, daher passt 50:10 besser. Die Monitore werde ich auf jeden Fall mal vorschlagen.

antworten

Schreiben Sie einen Kommentar zu Janis Witting Antworten abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.